Nordische Kombination

Insider Info von Pichlmayer Marco

 
     
 

Nach längerer Zeit komm ich wieder mal dazu einen Insider zu schreiben.

Im Gesamten betrachtet war meine Saison recht ordentlich. Nach einem Start mit Rückenproblemen und eine Zwangspause von 3 Wochen konnte ich mich doch noch an mein Saisonziel „WM 2009 in Liberec“ heran arbeiten.

Als ich verletzt war hab ich von Außen öfters gehört das das Ziel nicht mehr relevant ist. Ich selber hab auch gewusst dass es sehr schwer möglich wird aber mein INNERES Gefühl hat mir die Kraft gegeben und ich hab immer zu mir gesagt „Abgerechnet wird zum Schluss“.

Weltcup in Chaux Neuve:

Nach der Verletzungspause schnitt ich bei meinen Einstieg beim Conticup in Bischofshofen nicht so gut ab. Ich war total außer Form und musste sogar ein Rennen wieder wegen Schmerzen aufgeben.

Danach absolvierte ich weiter meine Therapien und meine Einheiten die ich für richtig hielt und reiste nach dem Conticup in Kranj (Platz 3 und 4) zum Weltcup nach Chaux Neuve.

Meine Verfassung wurde immer besser und so konnte ich beim ersten Wettkampf in Frankreich mit Platz 25 gleich meine ersten Punkte im Weltcup in diesem Jahr holen. Nach einer sehr guten Ausgangsposition nach dem Springen (11.) ging ich das Rennen allerdings zu rasch an und hatte einen „Blaugang“ der mir viele Plätze kostete.

Am 2. Tag hatte ich eine ähnliche Ausgangsposition nach dem Springen (8.). Ich wusste das Björn Kircheisen knapp hinter mir startet und wollte versuchen mit ihm das Rennen zu laufen. Ich begann bei diesem Rennen die ersten 1,5km sehr langsam, somit überdrehte ich nicht gleich von Anfang an. Als er dann von hinten kam, hing ich mich 7km in den Windschatten und konnte Plätze gut machen wobei ich mich noch sehr gut fühlte. 2km vor dem Ziel steigerte ich dann das Tempo da ich schon die ersten 3 Läufer sah. Kircheisen konnte nicht mithalten, nur Jason Lamy Chappuis hing in meinen Windschatten.

Ich hatte ehrlich gesagt ziemlich viel Respekt, bemerkte dann Magnus Moan hinter mir der gemeinsam mit Kircheisen auf mich aufschloss. Leider 200m zu früh da ich dann über den Anstieg als 4. im Rennen nicht mehr mithalten konnte. Somit riss ich ab und sah dass von hinten auch nichts kommt. Ich war über meinen 6. Platz schon 500m vor dem Ziel sehr zufrieden. Dies war mein bestes Ergebnis seit meiner Karriere.

Weltcup in Seefeld und Klingenthal:

Nach diesem Wochenende in Chaux Neuve wusste ich dass ich wieder im Rennen war was die WM in Liberec angeht und wusste auch dass ich schnell sein kann wenn ich 100%ig fit bin.

Der Weltcup in Seefeld war auch wieder sehr gut, mit einem 12. und einem 24. Platz war ich wieder mitten im Weltcup geschehen.

Auch der Weltcup in Klingenthal war sehr gut, zwar war ich beim Springen hinten nach und war einmal sogar nur 41igster nach dem Springen aber mit zweimaliger 7. Laufzeit wurde ich noch 17ter und 23ter.

WM in Liberec

Druml Tomaz oder ich würden zur WM fahren hieß es vor dem WC Wochenende in Klingenthal. Durch meine konstanten Ergebnisse bei den letzten Bewerben wurde ich als 6. Mann nominiert.

Meine Aufgabe war eine WM mal kennen zu lernen und für das Team da zu sein. Ich akzeptierte diese Aufgabe ohne Probleme. Ich konnte viel lernen und nahm viel Erfahrung mit obwohl ich eine WM sah wie sie nicht aussehen sollte da wir ohne Medaillen heimfuhren.

Da die Wettkämpfe der Kollegen nicht nach Wunsch liefen wurde ich beim letzten Wettkampfe auf der Großschanze eingesetzt. Bei meiner WM Premiere gab ich mich mit dem 18. Platz mehr als zufrieden.

Wieder war es ein super Ergebnis für mich bei dem ich mit dem gleichen Gedanken wie bei den anderen Bewerbe an den Start ging. Es war eigentlich ein normaler Weltcup nur das es 3 Medaillen zu vergeben gab.

Finale in Lahti und Vikersund:

Die Skandinavien Tour war nicht mehr so erfolgreich wie das Vormonat. Leider kam ich auf der Schanze ins Strudeln und konnte mein Konzept und mein System nicht mehr zusammen halten.

Aber ich nehme mir immer was Positives aus dem Negativen und das waren wieder mal die Rennen mit denen ich zufrieden war. Auch die Sprünge waren in Ordnung nur hat das gewisse ETWAS gefällt und das gewisse Etwas macht gleich mal 10 Meter aus.

Urlaub in Ägypten:

Nach der Saison hatten wir vom Nationalteam aus zum Abschluss noch 2 Tage Schifahren am Arlberg am Programm. Diese Tage wurden von Bieles organisiert. Am Arlberg waren wir im Hotel von Karl Schranz untergebracht. Ein Dankeschön an Bieles und der Fam. Schranz!!!

2 Tage später flog ich mit meiner Freundin Michaela und Druml Tomaz + seiner Freundin Ingrid nach Ägypten auf Urlaub. Wir konnten mal richtig abschalten bei 25-30°C in Sharm el Sheik am Roten Meer.

Ich fand es wichtig für mich mal los zu lassen und die Saison aus klingen zu lassen. Wir hatten Spaß und konnten uns super Regenerieren.

Kommende Woche geht es wieder mit dem Training los und damit heißt es ab sofort „ROAD TO VANCOUVER 2010“ =)))

 
     
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Liebe Grüße, Marco

 
     
 

Schaut mal auf meine eigene Homepage: www.marco-pichlmayer.at